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RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse?
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sepp



Moderator
8107 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 06 May. 2017 20:49


Diesen Tag und den kommenden halben Tag blieben wir noch im Etosha NP. Der Eintritts- bzw. Verweilpreis für 2 Personen und 1 Fahrzeug pro Tag belief sich auf vertretbare 170 namibische Dollar was in etwa 14€ entsprach.

Von Halali aus fuhren wir wieder kreuz und quer durch den Park bis zum Fort Namutoni, das zu Kaisers Zeiten von den Deutschen erbaut worden war.

Es war wie am Tag zuvor, nichts los im Park und häufig mehr als eine halbe Stunde lang kein weiteres Fahrzeug zu sehen.

Zu sehen waren aber Tiere, wie die allgegenwärtigen Warzenschweine, welche einem ständig begegneten und mit Vorliebe kurz vor dem Fahrzeug die Piste überquerten.

Wir hatten die Hoffnung fast aufgegeben, dann sahen wir doch noch dieses prächtige Exemplar.

Alter Einzelgänger mit abgebrochenem Stoßzahn, ganz im Norden des Parks. Leider ziemlich weit entfernt. 

Zu vorgerückter Nachmittagszeit lagen diese (drei) Herrschaften noch direkt an der Straße und führten ihr Programm (Gähnen und Strecken) auf.

Am nächsten Nachmittag verließen wir den Park und übernachteten in der Onguma Lodge. Bilder gibts hier keine. Kann man im Netz wunderbar anschauen.

Den folgenden Vormittag verbrachten wir im Fahrzeug und fuhren rd. 300km auf teilweise schlammigen "Feldwegen", nach Grootfontain zum Einkaufen und am Hoba Metorit (fiel vor rd. 80.000 Jahren auf die Erde) vorbei bis zum Waterberg (Bekannt von der Schlacht am Waterberg).

Solche Bäume begleiteten uns.

In der Waterberg Guest Farm sprangen wir zunächst in den Pool und bezogen unsere Unterkunft.

Besonderer Service dort: Fahrzeugwäsche includiert.

Danach begaben wir uns auf eine anstrengende Wanderung und kletterten auf den Kleinen Waterberg um das Panorama zu genießen.

Der Ausblick belohnte uns für die Anstrengung und den Schweiß.

Der Berg gegenüber ist der Große Waterberg.

Übrigens: Die Farm hat eine Größe von ca. 70 x 70 Kilometer, was in Namibia nicht besonders groß für eine Farm ist. Die Inhaber sind deutschstämmige Namibianer und leben von der Rinderzucht. Sie beschäftigen rd. 40 Mitarbeiter, die ebenfalls auf der Farm leben.

Pool, Sonne und Sundowner mit den 4 anderen Gästen, dann wurde zum gemeinsamen Abendessen mit dem Farmmanger geläutet.

Einfache Hausmannskost und zum Abschluß ein Gewitter vom Feinsten.




Geändert von sepp am 6.May.2017 20:56
 
 
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LuckyLouise




648 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 06 May. 2017 22:19


            

Absolut phantastischer Bericht !!!!!

Besser als jeder Reiseführer !!!!!

LG aus dem Elsass
Véro
 
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sepp



Moderator
8107 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 07 May. 2017 15:17


Es regnet und ich möchte den Bericht zu Ende bringen .

Zur Orientierung wieder ein paar trockene Daten:

Übernachtet haben wir, wie bereits erwähnt, am Kleinen Waterberg, direkt an der C22, ca. 30km westlich von Okakarara. Die Route heute verläuft zunächst weiter auf der C22 nach Westen und der B1 nach Süden (alles Asphalt) und dann wieder nach Westen auf der Sandpiste D2483 bis zum nördlichen Eingangstor des Erindi Private Game Resort.

Im Resort dann rund 50 Kilometer bis zur Old Traders Lodge, in welcher wir 2 Nächte blieben.

Noch ein Wort zu den Fahrkünsten der einheimischen Bevölkerung, in der Regel schwarzer Hautfarbe und mit uralten Fahrzeugen. Sie rasen wie die Verrückten, überholen an den unmöglichsten Stellen, auch bei Gegenverkehr und wer sich an Verkehrsregeln hält, der verliert. Gewöhnungsbedürftig!

Die Straßenverhältnisse ab der B1 waren in etwa so, wie auf dem folgenden Bild.

Am Gate stand ein Wachmann mit Maschinenpistole bewaffnet und kontrollierte unsere Buchungsbestätigung, die er dann auf seiner Liste abhakte.

Ab hier wird es etwas elefantenlastig. Ich hoffe das stört nicht zu sehr.

Gleich (es zog sich gewaltig durch den Park) nach der Ankunft in der Old Traders Lodge gingen wir zum "Wasserloch":

Gegen später bekam der Bulle etwas Gesellschaft.

Erindi ist touristisch schwer zu vergleichen mit den anderen Unterkünften, die wir gebucht hatten. Viele deutsche Bustouristen machen hier für eine Nacht halt, fahren in den Geländewagen die geführten Touren und sind wieder nach dem Frühstück verschwunden. Massenauftrieb, mit sich - ohne Grund - beschwerenden und nörgelnden Pauschaltouristen.

Für uns unverständlich. Es war alles wunderbar und die Mitarbeiter der Lodge waren superfreundlich, das Essen und die Sauberkeit ohne Mängel, unser Bungalow, der Pool und die große Anlage sehr gepflegt, aber irgendwie doch anders, als wir es erwartet und bisher erlebt hatten.

Da wir den "Massen" enfliehen wollten nahmen wir das Angebot einer "Self Guided Tour" an und fuhren vom Camp Elephant, der Campinganlage des Resorts und rund 25 Kilometer von unserer Bleibe entfernt, mit unserem Fahrzeug durch die Gegend.

Wir waren 6 Stunden unterwegs und trafen dabei auf insgesamt 3 weitere Fahrzeug.

Endlich konnten wir wieder den 4x4 mit Untersetzung benutzen, denn die Wege waren zum Teil abenteuerlich, da der Regen der vergangenen Wochen sehr zerstörerisch mit ihnen umgegangen war. Wir wurden aber an der Rezeption, an der wir das Permit kauften, darüber informiert.

Bei langsamer "Schleichfahrt" ("Das Boot" läßt grüßen) rief meine Beifahrerin  plötzlich "da sind Ohren im Gras".

Tatsächlich gewegte sich dort etwas und vier Löwen tauchten auf, überquerten die Fahrbahn und verschwanden auf der anderen Seite, bis auf einen. Dieser umschlich das Auto im Abstand von ca. 2 Metern, markierte mehrmals und taxierte uns ganz genau.

Die Fenster waren geschlossen und der Motor lief. Aber Angst hatten wir keine.

Wenige Minuten später dann dieser Riese, der den Baum bearbeitete. Er interessierte sich nicht für uns, sondern nur für seine Mahlzeit.

Die Begegnung hatte sich schon frühzeitig angekündigt, da überall seine "Bollen" herumlagen und immer frischer aussahen und entsprechend rochen. Die Zentner an Grünzeug das diese Kolosse futtern müssen ja auch wieder heraus.

Wieder ein paar Kilometer weiter querte diese, ca. 30 köpfige Herde unseren Weg.

Der Feldweg hier ist übrigens eine der besten "Straßen" im Erindi, die wir gefahren sind.

Uns begegnete dann noch allerhand Getier, wie Griaffen, Gnus, Schakale, Warzenschweine, Antilopen, Elend, Honigdachse, usw.

Für einen Poolbesuch, die Sonne brannte ordentlich auf der Haut, nahmen wir uns nachmittags auch die Zeit und als wir wieder in unserem Häuschen waren stand direkt vor der Terrasse dieser Besuch.

Das Gras ist nur kurz nach der Regenzeit so üppig grün und hoch gewachsen.

(Witzig: Im gegenüberliegenden Bungalow nächtigten Ragetti und Eli.)

Um 19.00 Uhr gingen wir zum Dinner und trafen dort eine neue Ladung Bustouristen an. Zwar andere als am Vortag, aber das gleiche Kaliber. Sehr schade und nervend. Die Servicemitarbeiter gaben sich wieder alle Mühe und sangen noch ein Ständchen in mir nicht verständlicher Sprache. Selbst da konnten manche den Schnabel nicht halten und mussten sich noch lautstark unterhalten und den Gesang stören - Deppen!

Trotzdem würden wir Erindi nochmals besuchen, wegen den vielen Tieren und der phantastischen Landschaft.




Geändert von sepp am 7.May.2017 18:45
 
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ragetti



Moderator
6204 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 07 May. 2017 16:16


Bei uns nannte sich  das  TV-Kanal 1 das ist die Terasse vom Restaurant und Kanal 2, das ist die Terasse vor der Hütte.

Der Wasserstand des See´s war bei uns einige Meter weniger , da wo man meint der Elkefant ist auf einer Insel, das ist in der Trockenzeit ein Abhang hinunter zum See.  Die Terrassen sind von den Wasserlöchern durch einen Elektrozaun (ob der Saft drauf hat , keine Ahnung) und einen ca. 1.2m hohen Zaun abgetrennt.  Wir hatten auf Kanal 2  , Elefanten, Löwen, Rhino und Nilpferd als spektakulären Anblick.






Viele Grüße aus dem schwäbischen Teil des Nordschwarzwaldes

Rolf




Loud pipes save lives
 
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harleyheb




304 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 07 May. 2017 17:17


Sehr schöner und interessanter Bericht mit tollen Bildern.

Gruß, Herbert


 
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sepp



Moderator
8107 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 07 May. 2017 18:50




harleyheb:

Sehr schöner und interessanter Bericht mit tollen Bildern.

Gruß, Herbert


Hi Herbert
Die Bilder sind eher schxxxxe hier. Kommt durch das Verkleinern und Hochladen.
Sepp


 
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sepp



Moderator
8107 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 08 May. 2017 20:07


Ich bringe die Sache jetzt zu Ende.

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Blick auf das große Wasserloch und einigen sich darin tümmelnden Krokos und Hipos verließen wir Erindi und machten uns auf zu unserem letzten Ziel, der Hauptstadt Namibias. Wir planten, dass wir am frühen Nachmittag im Gästehaus Casa Piccolo ankommen würden, um dann noch eine Stadtbesichtigung zu machen und vielleicht ein paar Einkäufe zu tätigen.

Auf den Holperstrecken in Erindi kamen wir recht zügig voran und nach dem Haupttor bogen wir auf eine "Landesstraße" ein (wir wollten die B1 vermeiden) die immer mehr zum Feldweg wurde.

Für Steffi stand nun ein Sportprogramm an - raus aus dem Auto/rein in das Auto - , da die Strecke permanent durch Weidegebiet und Bauernhöfe ging und alle "paar Meter" ein Gatter zu öffnen und schließen war. Verschiedentlich mussten ganze Herden von Kühen, Schafen und Ziegen vertrieben werden, die den Weg blockierten.

So kamen wir nicht voran und bogen deshalb bei Erreichen der B2 auf diese ab und fuhren über Okahandia bis Windhoek.

Wie bereits erwähnt, die Einheimischen fahren wie die Irren und das bei einem Verkehr, den wir so noch nicht erlebt hatten.

Ich als Fahrer war echt froh das Fahrzeug im Hof der Lodge abstellen zu können.

Später machten wir uns nochmals auf in die Innenstadt und fanden gleich einen Parkplatz am Namibia Craft Center.

Tourineppes ohne Ende - klar dass Steffi gleich zielstrebig irgendeinen Plunder kaufen und ich gerade noch rechtzeitig mein Veto einlegen konnte. Gegen später und rd. 50 Trödelgeschäfte weiter, war ich machtlos. Zwei "Kunstgegenstände" zu weit überhöhten Preisen, trotz erfolgreichem Handelns mit der Verkäuferin, wanderten in unseren Rucksack.

In diesem Markt setzten wir uns noch in ein Cafe, aßen eine Kleinigkeit und genossen die letzten Sonnenstrahlen dieses Urlaubs.

Völlig überraschend, da ohne Zwischenfälle und Karambolagen, erreichten wir wieder unsere Bleibe im Ortsteil Klein Windhoek, der zu den besseren Gegenden der Stadt zählt.

Christuskirche (von den Deutschen zur Kolonialzeit erbaut) und im Hintergrund das Parlamentsgebäude.

Im ehemaligen Deutschen Fort haben sie den bekannten "Deutschen Südwester Reiter" versteckt, der früher gut sichtbar davor gestanden hatte.

Von außen sah der Komplex ganz nett aus, aber im Innern ziemlich vergammelt und viel Müll.

So, das war es jetzt. Am nächsten Tag gaben wir unseren Wagen am WDH problemlos ab und flogen wieder mit Qatar über Doha zurück nach Frankfurt.

Fazit: Namibia wird uns wieder sehen aber Windhoek brauche ich nicht.


 
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nighttrainknox




3894 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 08 May. 2017 21:00


Danke Klaus, dass Du uns Eure Reise so schön mit "Bild und Ton" nahe gebracht hast. 

Vielen Dank für Deine Impressionen. 

Gruß

Steffen



 
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Pimpsterlee




874 Beiträge

RE: Namibia 2017 - Reisebericht - Mit der Dose, Interesse? , 09 May. 2017 11:27


Vielen Dank für die Impressionen Klaus   "Hatari" lässt grüßen .

Toll   

Bernd


 
 
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Bei ForumRomanum, im Forum suchen nach Namibia Reisebericht Dose Inte ...
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